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Das Gemeindehaus...

 

Am 19. November 05 konnte nach mehr als 7-jähriger Planungs- und Umbauzeit das renovierte Gemeinschaftshaus seiner Bestimmung und damit den Bürgern übergeben werden.

Anfang der 1950-iger Jahre wurde auch für Wirschweiler, wie für die meisten anderen Gemeinden in der Region, eine 2-klassige Volksschule mit 2 Lehrerwohnungen und einer Hausmeisterwohnung errichtet. Als Anfang der 70-iger Jahre die Schule geschlossen wurde, und die Kinder zentral in Kempfeld zur Schule gingen, mußte die Gemeinde als Eigentümer des Hauses eine vernünftige Nutzung finden. Doch die Gemeinde Wirschweiler verfügte nicht über die finanziellen Mittel um einen notwendigen Umbau zu bewältigen. Im Jahre 1974 beteiligte sich dann die evangelische Kirchengemeinde mit einem Darlehen von 30 TDM und der Sportverein mit 6 TDM und sehr viel Eigenleistung an dem Projekt „Umbau der Schule zum Gemeinschaftshaus“. Der damalige Gemeindearbeiter Herbert Neumann und Wolfgang Schillow als Mann für die Malerarbeiten taten sich besonders hervor.

Es wurde damals ein für diese Zeit vorbildliches Gemeinschaftshaus geschaffen, wenn man bedenkt, daß so gut wie kein Geld vorhanden war und es keine Zuschüsse gab. Dieses Gemeinschaftshaus wurde sehr gut angenommen und in vielfältigster Form z. B. als Tagungsraum, für Familienfeiern, als Trainingsraum für die Gymnastikgruppe, als Übungsraum für die Sänger, für unzählige Fasenachtsveranstaltungen und als ganz normale Gastwirtschaft genutzt.

Diese Nutzungen in über 25 Jahren gehen an einem solchen Gebäude nicht spurlos vorüber. 1998 begann dann die Planungsphase zur Erneuerung des Gemeinschaftshauses, da auch größere technische Reparaturen u. a. der Heizung notwendig geworden wären. Die Gemeinde verfügte zwischenzeitlich über einige freien Finanzmittel, die aber das Projekt nicht hätten abdecken können, wenn die Gemeinde sich nicht verschulden wollte. Als dann Verbandsbürgermeister Klaus Beck der Gemeinde einen Zuschuß aus Landesmitteln in Höhe von 50 % der Bausumme von ca. 1,15 Mio DM in Aussicht stellte, konnte mit der konkreten Planung begonnen werden. Es wurden dann Vorschläge von mehreren Architekten eingeholt, wobei der Entwurf von Helmut Brust am besten zusagte. In diesem Plan wurde das meiste an alter Bausubstanz erhalten und das Gebäude nach Außen am wenigsten verändert. Räumlichkeiten für die Feuerwehr, Duschen für den Sportverein, ein Bühnenanbau und großzügige Veränderungen der Küche, der Säle, der Wirtschaftsräume und der Toilettenanlage waren vorgesehen. 

Nach mehr als 5 Jahren reiner Bauzeit ist ein modernes Gemeinschaftshaus für eine kleine Gemeinde mit ca. 400 Einwohnern entstanden. Es wird die Gemeinde mit den  Folgekosten nicht mehr belasten als es vor dem Umbau der Fall war.

Bürgermeister Erich Paulus konnte bei der Einweihungsfeier über 150 Gäste begrüßen. Der Einladung waren Vertreter der beteiligten Firmen, viele ehrenamtliche Helfer, sowie der Männergesangverein und Frauenchor, der für den festlichen Rahmen sorgte, gefolgt.  Erich Paulus grüßte die Bundestagsabgeordneten Julia Klöckner und Fritz Rudolf Körper, den Landtagsabgeordneten Hans Jürgen Noss, den Landrat Axel Redmer, den Verbandsbürgermeister Klaus Beck und die Bürgermeister der Nachbargemeinden Siegfried Burmann, Horst Schmidt und Alfred Reicherts.

Erich Kunz, als Vertreter des Gemeinderates, bedankte sich beim Bürgermeister für seinen unermütlichen Einsatz zum Voranbringen der Baumaßnahme und überreichte ihm einen Gutschein zur Teilfinanzierung eines Urlaubs in seiner geliebten 2. Heimat im Freistaat Bayern. Stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Helfer, die über 5500 Stunden geleistet hatten, wurden an Sandro Dubsky, Horst Klee, Freimut Lang, Erich Paulus, Wolfgang Schillow, Joachim Storr und Arnold Weber als kleine Anerkennung Einkaufsgutscheine überreicht. 

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