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Der große Herrgott...

von  Rapperath ---
                                                                                  oder von Wirschweiler ?

 

Sage aus dem Idarwald

 

Eines der besonderen religiösen Kulturdenkmäler des Morbacher Raumes
steht  ausgangs des Dorfes Rapperath in Richtung Merscheid. 

 

In einer kleinen Kapelle ist eine überlebensgroße  Christusfigur zu sehen. Das Kreuz  wie auch der  Korpus Christi sind aus einem Stamm geschnitzt. Nach einer uralten Sage soll dieses wundersame Kreuz einmal in der Kirche zu Wirschweiler gestanden haben, als diese noch katholische Hauptkirche war. In der Frühzeit der Reformation soll es mit Bildern aus der Kirche entfernt worden sein und eine zeitlang vor der Kirche gelegen haben. Auch wird erzählt, dass es als Bachsteg gedient habe.

 

Ein Dorfbewohner, der noch dem alten Glauben anhing ,soll, da das Dorf wegen dieses Frevels in Not geraten sei, das Kreuz auf seinen Wagen geladen haben. Die Ochsen hätten den Wagen bis ausgangs Rapperath gezogen und wären dort  stehen geblieben.

Man richtete das Kreuz an dieser Stelle auf und baute später eine Kapelle darüber.
Das Ungewöhnliche an diesem Kreuz ist neben seiner schlichten Derbheit noch,
dass die bekannte Überschrift I.N.R.J. nicht auf dem Kreuz sondern auf dem
Querbalken des Dachstuhles davor steht. Alljährlich zieht die Pfarrgemeinde von
Rapperath wie auch Bewohner der Umgegend am Ostermontag zum
 „Großen Herrgott„
um ihre Verehrung zu erweisen.
W.P.