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Die rührende Geschichte von der Quetsch...

 
Unsere Rentner sind nicht nur rüstig, sie sind auch sehr rührig.
Den Beweis erbrachten sie mal wieder an einem sonnigen Tag im Herbst.
Es wurden Quetsche gekocht und da ist es sehr wichtig, dass man rührt und rührt, denn sonst brennt die Quetscheschmier an.
 
Aber beginnen wir mit dem Anfang:
Man braucht:
Quetsche, 90 Pfund
Einen großen Kessel
Was aus Holz mit langem Stiel zum Rühren
Zwei starke und ausdauernde Männer die rühren
 
Jede Menge saubere Schraubgläser
Zucker, gut unterrühren 
Sternanis gemahlen, wird zum Schluß reingerührt
Und viele fleißige Hände.

Die Quetsche müssen erst einmal entkernt werden und dann sehen sie so aus:

Dann werden sie gekocht in dem großen Kessel, bis sie weich sind und bitte immer gut rühren.
Anschließend müssen sie durch ein Sieb geschlagen werden. Da braucht man nicht nur die richtigen Gerätschaften, sondern auch ganz schön Kraft.
Wie man sieht:
Quetsch 1, Quetsch 2, Quetsch 3, Quetsch 4, Quetsch 5, Quetsch 6

Dann kommt das Ganze wieder zurück in den Kessel und Zucker dazu und wird solange gekocht, bis es geliert ist.

Zwischenzeitlich stellen die Frauen die Gläser bereit:
 
Nun muß der Sternanis dazu.
Und man muß die Quetscheschmier probieren, ob sie geliert und ob sie schmeckt.
 
 
Der Kessel kommt vom Feuer und die Schmier wird aus dem Kessel in ein Kännchen gelöffelt und in Gläser gefüllt. Da darf nichts überlaufen:
Deckel drauf und fest zugedreht und abkühlen lassen.
Übrigens, an diesem Tag wurden 110 Gläser Quetscheschmier gekocht.
Eine Blase gab`s am Daumen. War die vom Rühren?