Menu

Trari - Trara die Post war da!!!

 

Im Jahre 1860 wurde im Ort der erste Briefkasten angebracht. Ganze 24 Jahre
später wurde dann durch die Kaiserliche Ober-Postdirektion die sogenannte
„Posthülfstelle Wirschweiler“ eingerichtet im damaligen Hause des Ortsvorstehers Georg Friedrich Paulus. Die Wahrnehmung der Geschäfte galt als unbesoldetes Ehrenamt, jedoch wurden für die Bereitstellung der Räumlichkeiten der Posthülfstelle eine jährliche Entschädigung von 36 Mark festgesetzt die aus der 
Postkasse zu Kempfeld zu zahlen waren. Von dort aus wurden mit der fahrenden Landpost die Poststellen in Katzenloch, Allenbach, Wirschweiler, Langweiler, Sensweiler, Bruchweiler, Schauren, Hellertshausen, Asbach und Asbacherhütte versorgt.
Schon 1894 wurde die erste Telegrafenleitung gelegt.
Insgesamt blieb die Posthalterei über drei Generationen von 1884-1960 in der Familie Paulus. Aus Altersgründen gab der damalige Poststelleninhaber 1960
F. Paulus diese an Frau Irene Kessler ab. Dort verblieb sie bis zu ihrer Auflösung am 1.März 1985. Am 30.September 1984 ging Frau Irene Keßler nach 25 jähriger Postdienstzeit in den Ruhestand. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen (so die Deutsche Bundespost) wurde die Poststelle II Wirschweiler dann am 1.März 1985 aufgelöst, letzter Schaltertag war der 28.02.1985. 
Siehe hierzu auch die Karte mit dem letzten Stempel.

Die letzte Posthalterin in den selben Räumlichkeiten war Frau Anni Keßler, ebenfalls aus Wirschweiler. Nach dieser Zeit wurde die Gemeinde durch einen sogenannten Landzusteller versorgt. Einen Briefkasten mit Briefmarken- automat gab es auch nicht sehr lange, sodaß heute nur noch ein Briefkasten an einem Haus an der Hauptstraße existiert. Der Telegraf (Telefon) war ebenfalls immer mit der Räumlichkeit der Poststelle in Wirschweiler verbunden. In den 60iger Jahren wurde dann vor dem Haus von Frau Pauline Theis an der Hauptstraße. eine Telefonzelle eingerichtet. Im Jahre 1995 wurde erst der Automat für Notrufe und kurze Zeit später auch der Telefonautomat demontiert weil die Rentabilität nicht mehr gegeben sei und ein Unkosten- zuschuß seitens der Gemeinde Wirschweiler abgelehnt worden war. Das öffentliche Überbleibsel der Deutschen Post und der Telekom ist nur noch ein Briefkasten in der Hauptstraße.

So endet die Geschichte der Post in Wirschweiler
- wie zu ihrem Beginn 1860 - mit einem Briefkasten !